Forderungen an die Landesregierung Baden-Württemberg (Stand Juni 2026)
Gemeinwohlorientierte Akteure schaffen dauerhaft bezahlbaren, nachhaltigen und inklusiven Wohnraum, stärken stabile Quartiere und adressieren wirksam soziale wie ökologische Herausforderungen im Wohnungsbau. Um dies auch unter den schwierigeren Rahmenbedingungen leisten zu können, fordern wir von der neuen Landesregierung Baden-Württemberg:
- eine deutliche und dauerhafte Aufstockung der Mittel der sozialen Wohnraumförderung (insbesondere im Rahmen der Programme der L-Bank), um eine auskömmliche und kontinuierliche Förderfähigkeit sicherzustellen und Unterbrechungen der Bewilligungspraxis aufgrund ausgeschöpfter Fördermittel zu vermeiden,
- die eigenständige Förderung und Priorisierung für gemeinwohlorientierte Träger innerhalb der sozialen Wohnraumförderung mit priorisierter und beschleunigter Bearbeitung ihrer Anträge im Rahmen klar definierter Förderkontingente sowie einem verlässlichen Zugang zu Fördermitteln,
- die Einführung eines förderfähigen Zusatzbausteins für gemeinschaftlich genutzte Flächen und soziale Infrastruktur (z. B. Gemeinschaftsräume, Werkstätten, Quartiersräume) innerhalb der Wohnraumförderung als Bestandteil suffizienter, integrierter Wohn- und Quartierskonzepte,
- ein transparentes, digital unterstütztes Förderverfahren der sozialen Wohnraumförderung mit nachvollziehbarem Bearbeitungsstand, klaren Verfahrensschritten sowie verlässlichen Informationen zu Förderkontingenten und realistischen zeitlichen Perspektiven für Antragstellende, um Planungs- und Finanzierungssicherheit zu gewährleisten,
- die Stärkung des Einsatzes von landeseigenen Grundstücken für gemeinwohlorientierte Akteure durch eine konsequente Anwendung von Konzeptvergaben sowie eine priorisierte Berücksichtigung gemeinwohlorientierter Träger im Rahmen der Liegenschaftspolitik des Landes.
Dauerhaft bezahlbarer Wohnraum statt befristeter Sozialbindungen, stabile Quartiere durch Selbstverwaltung und soziale Mischung, die Entlastung von Kommunen durch integrierte soziale Infrastruktur sowie Beiträge zu Klimazielen durch suffizientes und nachhaltiges Bauen machen gemeinwohlorientierte Akteure zu einem zentralen Baustein zukunftsfähiger Wohnraumpolitik.